Wittmund

Wittmund ist eine Stadt im Nordwesten Niedersachsens und Kreisstadt des gleichnamigen ostfriesischen Landkreises Wittmund. Sie ist nach der Fläche die größte Stadt Ostfrieslands und nach der Einwohnerzahl hinter Emden, Aurich, Leer und Norden die fünftgrößte. Trotzdem ist sie mit ihren rund 20.000 Einwohnern für eine Stadt nur sehr dünn besiedelt. Einer Einwohnerdichte von 99 pro Quadratkilometer stehen Vergleichswerte von 488 (Emden), 460 (Leer), 241 (Norden) und 206 (Aurich) gegenüber. In der Raumordnung des Landes Niedersachsen wird Wittmund als Mittelzentrum geführt. Landschaftlich gehört Wittmund zum Harlingerland, das erst im Jahr 1600 zur Grafschaft Ostfriesland kam. Bis zur Gebietsreform 1972 war die Kreisstadt eine Binnenlandgemeinde. Nach den Eingemeindungen mehrerer Küstenorte, darunter Carolinensiel, bildet heute die Nordsee die Nordgrenze der Stadt. Dort besitzt sie mit Harlesiel einen Fährhafen zu der vorgelagerten ostfriesischen Insel Wangerooge. Der Stadtteil Carolinensiel führt seit 1983 die offizielle Bezeichnung „Staatlich anerkanntes Nordseebad“. Von einem mehrere Hundert Mitarbeiter zählenden Werk des Unternehmens Rehau abgesehen, ist die Stadt nur sehr wenig industrialisiert. Viele Wittmunder sind Auspendler, wobei die Stadt Wilhelmshaven eine bedeutende Rolle spielt.

Wittmund liegt zwischen Aurich und Jever im Nordosten Ostfrieslands. Vom Stadtkern bis zur Küste sind es rund 15 Kilometer. Flächenmäßig gehört Wittmund mit 210,13 Quadratkilometern zu den zehn größten Städten Niedersachsens und liegt in einem diesbezüglichen deutschlandweiten Vergleich auf Rang 82. Über den Fährhafen Harlesiel erreicht man die Nordseeinsel Wangerooge. Wittmund liegt an der Harle, einem Fluss, der im Wittmunder Stadtgebiet sowohl entspringt als auch mündet. Die Stadt wird in der Raumordnung des Landes Niedersachsen als Mittelzentrum geführt.

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